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Logenmeisterportrait

In bester Tradition: Das Logenmeister-Portrait

Der Maler malt den Maler beim Malen: die doppelte gemalte „Wirklichkeit“ zeigt den Porträtierten, sein Porträt und den Maler Jens Rusch bei der Arbeit. Ein Meisterwerk der realistischen Malerei!

Logenmeister-PortraitSo muss es früher gewesen sein. Eine Bruderschaft möchte Ihrem verdienten Logenmeister Ihre Dankbarkeit für seine gute Arbeit ausdrücken und gibt ein Porträt in Auftrag. Ein ganz einfacher Vorgang, der Sympathie und Herzenswärme auszudrücken vermag und ein bleibendes Zeichen setzt. Ein Zeichen, das Generationen überdauern wird. Wir heutigen Brüder orientieren uns an den gemalten Dokumenten in den großen Logenhäusern und sind fasziniert. Fasziniert von der eigenen Geschichte, von ihrer Tragweite. Und gleichzeitig fragen wir uns, was heute anders ist. Es gibt kaum entsprechende Porträts nach dem zweiten Weltkrieg.  Gibt es keine verdienten Logenmeister mehr? Das kann es doch eigentlich nicht sein - jeder kennt doch einige hammerführende Brüder, die einen wertvollen Teil ihres Lebens ihrer Loge opferten.

 

Es ist einfach so, dass wir eine unserer Traditionen aus den Augen verloren haben. Durch zwei Weltkriege, durch die Erfindung der Fotografie, durch ein verringertes Traditionsbewußtsein - wodurch auch immer. Vielleicht leben in unseren Reihen auch einfach weniger Künstler. Die Gründe mögen vielfältig sein.

 

Dennoch gibt es sie, die freimaurerischen Brüder, die in der Lage sind, der Faszination von ritueller Ergriffenheit oder Dankbarkeit künstlerischen Ausdruck zu verleihen. Es mögen nicht mehr so viele sein, aber es gibt sie. Einige haben sich in der freimaurerischen Künstlervereinigung PEGASUS zusammengeschlossen. In einem kreativen Engbund sozusagen.

 

Einer von ihnen ist Jens Rusch, der der Loge DITMARSIA in Brunsbüttel angehört. Seine Bruderschaft hat im vergangenen Jahr ein neues Logenhaus bezogen. Zuvor war dieses in ausgesprochen aufopfernder Weise vom Logenmeister der Ditmarsia, dem Bruder Klaus-Dieter Mielke mit einigen Brüdern von Grund auf renoviert worden. Heute verfügt die Bruderschaft über ein wunderschönes Logenhaus, bekommt viel Anerkennung durch besuchende Brüder und nutzt das Haus für ihre würdige Darstellung in der Öffentlichkeit. Für Jens Rusch war dies alles Verpflichtung genug, in Dankbarkeit ein Porträt des hammerführenden Meisters anzufertigen. Gern hätte er das in aller Heimlichkeit gemacht, aber da sind der Fantasie des Künstlers leider Grenzen gesetzt.

 

Bruder Klaus-Dieter Mielke musste, zunächst gegen seinen Widerstand, dazu gebracht werden, Modell zu sitzen. Er befürchtete, als eitel angesehen zu werden. Ein Vorwurf, den absolut niemand in seiner Bruderschaft ihm jemals machen würde, weil es dafür keinerlei Anlass gibt. Erst als Jens Rusch ihn bat, ihm als Werkzeug für seine Arbeit zu dienen - denn er betrachtet die Leinwand als seine Möglichkeit, auch freimaurerische Arbeit zu leisten - war er ihm zu Diensten.

 

Das fertige Bild wurde von der Bruderschaft mit einem schönen Rahmen versehen und soll nun am diesjährigen Johannisfest feierlich überreicht werden. Als Symbol der Dankbarkeit aller Brüder.

 

Wir finden, es ist eine großartige Idee, die alte Tradition des Meisterporträts zu revitalisieren. Wer Interesse für seine Loge hat, wende sich bitte an:

 

Jens Rusch

Schulstraße 38

25541 Brunsbüttel

jens.rusch(at)t-online.de

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