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Oliver Barckhan

Oliver Barckhan

Entwicklungsredakteur, Reporter, Creative Coach, Komponist. Künstlerischer Baumeister an seiner eigenen Welt im Blauen Haus.

Loge “Jacob DeMolay zum Stern im Westen” Nr. 249c, i.O. Marburg
Mitglied (Referent) bei der Forschungsgesellschaft Quatuor Coronati

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http://www.Freimaurer-in-360-Grad.de
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Der Journalist und Diplom-Kaufmann ist am 10. August 1970 in Hamburg geboren. Ein echter Hamburger Jung. Im Alter von 4 Jahren singt Oliver im Wohnzimmer die Titelmelodie von "Bonanza" ins Tonbandgerät. Daraufhin schickten ihn seine Eltern zum musikalischen Früherziehung: Blockflötenunterricht. Bei seiner Flötenlehrerin Gaby steht ein weißes Klavier, das Oliver betastet, aber nicht spielen darf. Dieser Fehler wird erst im Alter von zwölf mit dem Orgel- und Klavierunterricht geheilt. Als Tenorsolist singt Oliver Barckhan Mozart-Messen und Orff's Carmina Burana. Seine Stimme ist hörbar, wird vernommen auch als einziger Tenor unter allen anderen Stimmen im Chor. Der Konzertpianist Olaf Reimnitz, sein Lehrer gibt ihm Einblick in erste musikalischen Geheimnisse der Zauberflöte.

Durch die Beschäftigung mit Mozart und Goethe entdeckt Oliver Barckhan mit 17 Jahren die Freimaurerei für sich, zögert aber - aufgrund der Verschwörungstheorien und wegen des zweifelhaften Rufs der Freimaurer in der Öffentlichkeit - mit der Kontaktaufnahme zum Bund bis zu seinem 33 Lebensjahr. Seine Aufnahme in die Weltbruderkette erlebt Oliver mit 35 Jahren durch Bruder Rolf Appel, der ihn auch die ersten Jahre als Bürge unterrichtet und begleitet.

In seinen Essays und Texten nähert Oliver Barckhan sich dem, was Freimaurer und Freimaurerinnen machen aus einer ganz eigenen Perspektive, die manchen auf dem ersten Blick völlig absurd erscheint. Freimaurerei entsteht und wirkt für Oliver Barckhan nur lebendig zwischen Menschen. Mozart ist tot. Goethe ist tot. Lessing ist tot. Voltaire ist tot. Den Begriff “Lehrart” für unterschiedliche, historisch gewachsene Spielarten der Freimaurerei lehnt er kategorisch ab. "Instruktionslogen" können nur Interpretationsvorschläge von Großlogen sein und haben keinerlei Verbindlichkeit. Was der Individualist für sich aus seinem Freimaurersein gewinnt, ist das Entscheidende. Was andere einem einreden wollen, ist nicht mehr als ein Vorschlag. Jeder ist in dieser Beziehung selbst sein ureigener Großmeister.

Oliver Barckhan: “Wir brauchen keine Papageienzucht. Wir brauchen Männer und Frauen, die Freimaurerei (en-)aktiv mitgestalten möchten, die mit ihren ureigenen Kreativimpulsen, Projekten und mit ihrer authentischen Individualität den Bund bereichern und eine gemeinsame Verbundenheit in Vielfalt leben.”

Freimaurer sind eben kleine Lebenskünstler und Baumeister, die aktiv gestalten und die eigene Welt in ihren Bewussten konstruieren. Sie pflegen brüderlich geselligen Umgang und einen regen geistigen Austausch miteinander. Freimaurer schätzen das gemeinsame Ritualerlebnis, welches ihre brüderliche Verbundenheit als Gemeinschaft gleichwertiger Menschen liebevoll bestärkt. Diese besonderen Momente im Ritual finden in einem nach außen geschützten Raum statt, damit sich Herz und Verstand unbeäugt nach innen öffnen können.

Verschwiegenheit und Vertrauen bilden in jeder Verbindung von Mensch zu Mensch eine Intimsphäre. Diese gilt es zu schützen und zu verteidigen. Wer diesen für die ureigene und freie Persönlichkeitsentfaltung so unverzichtbaren Raum verletzt, begeht einen destruktiven Raubbau an der Menschlichkeit. Eben das Gegenteil von konstruktiver Verbundenheit unter Menschen, die sich nahe fühlen und dann miteinander sind.

Freimaurer leben für Oliver Barckhan im Hier-und-Jetzt: „Freimaurer versuchen Ordnung in der Veränderung aufzufinden.“ Das ist seine Kernthese. Dabei stehen Freimaurer nicht mit dem Rücken zur Zukunft, sondern fangen mit der Verbesserung bei sich selbst an. Freimaurer bleiben aber nicht in der ICH-Bezogenheit ihrer selbst stecken, sondern pflegen vor allem die AUFEINANDER-Bezogenheit zu ihren Mitmenschen, wie zu ihren Brüdern und Schwestern.

Freimaurer arbeiten im Gleichnis der Geometrie daran, mit jedem behutsamen und beherzten Schritt durch ihre Lebenswelt und in die Welt von anderen mit rechten Winkeln wandelnd ihre Kreise zu ziehen.

Diese Quadratur des Kreises ist nie ganz vollkommen. Der Freimauer stößt an seine menschlichen Grenzen. Aber jeder erste und nächste Schritt transzendiert die eigene Wirk=lichkeit, wenn das Licht seinen Kegel an den Ereignishorizont dessen wirft, was wir im Lichte der Selbstaufklärung behutsam erspüren und als neu erblicken können.

Ein Geometrie verständiger Freimaurer, unser Bruder Goethe (1749 – 1832) konnte schon das Entscheidende in Worte fassen, lange bevor Riemann, Hilbert, Mach und Einstein es mathematisch beschrieben haben, was es wirk=lich ausmacht. Nämlich, dass jeder Schritt in die Unendlichkeit, über einen Schritt führt, der in alle Richtungen zeigt. Bruder Johann Wolfgang Goethe gab uns diesen Hinweis:

Willst du ins Unendliche schreiten, Geh nur im Endlichen nach allen Seiten.”

Die Gesetze, nach denen sich das Arbeiten am Bau der Menschlichkeit vollzieht, sind für Freimauer in der Personifikation des Großen Baumeisters Aller Welten symbolisiert. Eigentlich müsste man von der "Großen Baumeisterung" sprechen. Ob ein Freimaurer darin für sich persönlich seinen Glauben, ein höchstes Sein oder oberstes Prinzip verkörpert sieht, bleibt ihm ganz privat überlassen. Die Brüder und Schwestern schreiben ihm nicht vor, wie seine ureigenste Interpretation auszufallen hat. Darin zeigt sich heute die wahre Meisterschaft der Freiheit unter Freimaurern und Freimaurerinnen, die der intellektuellen Redlichkeit, dem offenen Dialog und der Wahrhaftigkeit vor sich selbst verpflichtet sind. Im Denken wie im Handeln.

“So sind für mich persönlich Zeit und Raum in unserem Bewusstsein untrennbar verflochten wie ein Koordinatensystem, das eine Knotenschnur in die Unendlichkeit webt, während wir in der Zeit unsere Ausdehnung als ein Gastspiel einnehmen, bis sie uns wieder verschluckt”, so Barckhan, der sich schon Quer durch die Philosophie gelesen hat.

Freimaurer zu sein besteht für Oliver Barckhan im Kern aus drei praktikablen Dingen:

1. Der Glaube an das eigene Bewusstsein.
2. Der lebendige Perspektivwechsel zusammen mit anderen.
3. Die Verbundenheit zu Höherem, was immer dies auch persönlich sei.

Oliver Barckhan:

“Der Glaube, in dem alle Menschen übereinstimmen, ist der Glaube an das eigene Bewusstsein. Punkt. Und das spielt seine Streiche mit uns.”
 

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